WM 2014 – Power Ranking nach Spieltag 1

Jede Mannschaft hat ihr erstes Spiel absolviert – Mexiko und Brasilien sogar schon zwei. Wir fanden sofort nach jedem Schlusspfiff die ersten Worte und bringen nun eine Gesamttabelle, wie wir es aus dem nationalen Vereinsdasein gewohnt sind.

Der gravierende Unterschied:  Ob siegreich oder nicht, das steht hier nur sekundär zur Debatte. Wir bewerten nur ganz, wie es unserer Meinung nach um die Verfassung der Mannschaften und dem Momentum der Mannschaften steht.

Ein Power Ranking eben, so wie beim American Football.

1. Niederlande

Nicht die Deutlichkeit des Sieges, sondern vor allem die unfassbare Handlungsschnelligkeit und der sichtbar unbändige Wille spült Oranje ganz nach oben. Nach einer eher passiven aber nicht minder sehr guten ersten Halbzeit konnte Van Gaal in der Halbzeitpause seinen Mannen alles vermitteln, was er beim Gegner an Lücken und Fehlern sah. Und seine Mannen setzten das perfekt um und erwischten die Spanier ein ums andere Mal auf dem falschen Fuß.

Der „Zug zum Tor“ wurde an jenem historischen Abend neu definiert.

2. Deutschland

Vom ersten Moment an war die ganze Mannschaft perfekt auf Portugal eingestellt. Sie zeigte ein hervorragendes Umschaltspiel und besitzt dank dieses überragenden Spieles ein Mega-Momentum.

3.Kroatien

Aggressive Zweikämpfe und sehr gutes Stellungsspiel. Fulminante Vorstöße brachten den Gegner arg in Bedrängnis. Die Niederlage gegen Brasilien kam nur dank krasser Fehlentscheidungen des „Unparteiischen“ zustande. Belohnt sich die Mannschaft im zweiten Spiel rasch mit einem Tor, kehrt das Momentum zurück und dann gibt’s ein Schützenfest.

4. England

Klar die bessere Mannschaft: Die Engländer fanden zahlreiche Lücken im italienischen Defensivverbund, spielten hervorragend über die Seiten und kamen oft zum Abschluss. Nur bei 3-4 Standards wackelte die Defensive. Italien nutzte diese Chancen eiskalt. Am Ende fehlte den Engländern dann die Kraft um zum verdienten Torerfolg zu kommen. Ansonsten die viertbeste Mannschaft in unserem Power Ranking.

5. Costa Rica

Dank eines starken Torhüters in der erste Halbzeit mit einem blauen Auge davon gekommen.

Beim Halbzeittee gab der Trainer wohl die richtigen Hinweise, welche dann vom Team perfekt umgesetzt wurde. Der Mut zu regelmäßigen Fernschüssen kann in den nächsten Spielen zum Erfolg führen. So oder so geht Costa Rica von einer unfassbaren Euphorie getragen ins nächste Spiel.

6. Kolumbien

Griechenland war ein dankbarer Auftaktgegner. Wie geschnitzt für Kolumbien.

In allen Bereichen überlegen, einzig der kleine Durchhänger und die damit verbundenen kleinen Fehlern lassen uns zu dem Entschluss kommen, dass nur Platz 6 berechtigt ist.

Das Feuer ist entfacht und das deutliche Ergebnis lässt die Spieler im nächsten Spiel über die Elfenbeinküste hinwegmarschieren. Das Achtelfinale ist dann sicher und mit dieser Euphorie wird Kolumbien schwer zu stoppen sein.

7. Chile

Furios und konsequent, dann unkonzentriert und fahrig. Eine lustige Wundertüte. Gut für Chile, dass der nächste Gegner Spanien viel wagen muss.

Ob die Defensive stark genug ist, wird man gegen den Titelverteidiger sehen.

8. Mexiko (2)

Ganz schwer einzuschätzen, denn Kamerun war nicht mehr als ein Trainingsgegner.

Doch auch hier kann der Sieg Flügel verleihen. Das Spiel gegen Brasilien wird zum großen Gradmesser der WM.

(2) Gegen Brasilien mit einem sehr gutem Pressing über 90 Minuten überzeugt. Zeigten, dass Sie gegen defensivstarke Gegner einen Plan B haben – gefährliche Weitschüsse.

9. Frankreich

Zahlreiche herausgespielte Chancen ließ  man in der ersten Hälfte liegen. Die Chancenauswertung war das große Manko im Spiel der Franzosen. Dann dank des fragwürdigen Platzverweises gegen Honduras & dem dazugehörigen Elfmeter war das Spiel gelaufen. Ein Quentchen Glück, der Rest war Formsache.

Wurden Defensiv nicht gefordert und daher reicht es im Power Ranking nur zu Platz 9.

10. Brasilien (2)

Bevor den Brasilianern zum 2-1 geholfen wurde war die Verunsicherung greifbar. Die Angst ging um und aß alle Spielideen ratzfatz auf. Kroatien bot den Gastgebern die Stirn und das mit Erfolg.

Einzelaktionen und „glückliche Umstände“ (ein schwacher Torwart und ein unfähiger Schiedsrichter, sowohl beim 11er, als auch beim Foul vor dem 3-1) brachten den Sieg. Unverdient und zwar deutlich. Nun glauben die Spieler wohl, dass sie unbesiegbar sind. Das könnte gegen Mexiko zum Verhängnis werden. Natürlich nur, wenn der Schiedrichter dieses Mal unparteiisch ist.

(2) Taten sich gegen Mexiko schwer, weil diese mit einer starken physischen Präsenz und guten Automatismen den Rhythmus der Selecao immer wieder durcheinanderbrachten. Offensiv zeigte sich das Potenzial einige Male, aber die letzte Konsequenz fehlte und machte den Torhüter der Mexikaner zum Helden.

Zu den Plätzen 11-32

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